Altvater Joseph der Hesychast

Joseph der Hesychast (1897–1959) war einer der bedeutendsten Athosmönche und geistlichen Väter der neueren orthodoxen Tradition. Geboren auf der griechischen Insel Paros, wandte er sich schon früh dem asketischen Leben zu und zog 1921 auf den Heiligen Berg Athos. Dort lebte er viele Jahre in großer Zurückgezogenheit, geprägt von strengem Fasten, unablässigem Jesusgebet und hesychastischer Spiritualität.
Durch sein geistliches Leben und seine Unterweisungen wurde Josef der Hesychast zu einem prägenden Erneuerer des athonitischen Mönchtums im 20. Jahrhundert. Zahlreiche seiner Schüler wurden später Äbte und geistliche Väter bedeutender Klöster auf dem Athos und darüber hinaus. Seine Briefe und geistlichen Weisungen über Gebet, Askese und inneres Leben fanden weite Verbreitung und eröffneten vielen Menschen einen Zugang zur orthodoxen Spiritualität. Im Jahr 2020 wurde er vom Ökumenischen Patriarchat offiziell heiliggesprochen.

